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Alternativmethoden in der biomedizinischen Forschung: Das 3R-Center Tübingen auf der Landesgartenschau Ellwangen

Was haben Blumenbeete, Landschaftsgärtnerei und moderne biomedizinische Forschung gemeinsam? Auf der Landesgartenschau Ellwangen bot der Treffpunkt Baden-Württemberg den idealen Rahmen, um genau darüber mit der Öffentlichkeit ins Gespräch zu kommen.

Als Teil des 3R-Netzwerk Baden-Württemberg war das 3R-Center gemeinsam mit den weiteren 3R-Zentren aus THE LÄND auf der Gartenschau vertreten. Zwischen Blumenbeeten, Gartenbau und Landschaftsgärtnerei kamen wir mit zahlreichen interessierten Besucher*innen über die Zukunft der biomedizinischen Forschung ins Gespräch. Auch junge, neugierige Kinder konnten sich in unserem kleinen Bastellabor spielerisch wissenschaftlichen Themen annähern.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie innovative, humanrelevante Forschungsmethoden dazu beitragen können, Krankheiten besser zu verstehen und medizinische Innovationen voranzubringen. Dabei haben wir erläutert, warum die Forschung zunehmend auf Modelle setzt, die menschliche Biologie möglichst realitätsnah abbilden.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Organ-on-Chip-Technologien – einem Forschungsbereich, in dem das 3R-Center besondere Expertise einbringt. Die mikrophysiologischen Systeme ermöglichen es, Funktionen menschlicher Organe auf einem Chip nachzubilden und biologische Prozesse unter kontrollierten Bedingungen zu untersuchen. Sie eröffnen neue Möglichkeiten, um Erkrankungen zu erforschen, Wirkstoffe zu testen und wissenschaftliche Fragestellungen mit hoher Humanrelevanz zu bearbeiten.

Neben den Potenzialen dieser innovativen Technologien haben wir auch darüber gesprochen, welche Herausforderungen bei ihrer Entwicklung und Anwendung noch bestehen und welche Schritte notwendig sind, um sie weiter in der Forschung zu etablieren.

Der Austausch mit der Öffentlichkeit ist wichtig für uns. Forschung betrifft uns alle – und ihre Erkenntnisse kommen letztlich Patientinnen und Patienten zugute. Deshalb möchten wir Menschen frühzeitig einbeziehen, Forschung verständlich machen und Transparenz für unseren Forschungsbereich schaffen.

Wir haben uns sehr gefreut, nicht nur mit Besucher*innen, sondern auch mit unseren Kolleginnen und Kollegen des 3R‑BioMedicUS sowie weitere Partner aus Reutlingen, Furtwangen, Mannheim, Heidelberg und Ulm in den Austausch zu kommen. Eine schöne Gelegenheit, sich als Netzwerk einmal außerhalb der Labore zu treffen, Erfahrungen zu teilen und gemeinsame Perspektiven weiterzuentwickeln.
Vielen Dank an das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst für die kontinuierliche Unterstützung unserer Forschung und die wertvolle Möglichkeit, mit der Öffentlichkeit in den Austausch zu treten.