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Life Science Tech Day in Heidelberg

Am 29. April 2025 veranstaltete die InnovationLab GmbH den Life Science Tech Day in ihrem iL.Connect.Space in Heidelberg. Rund 50 ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Universitäten, Forschungseinrichtungen, Start-ups und der Industrie kamen zusammen. Die ganztägige Veranstaltung stand ganz im Zeichen der personalisierten Medizin mit einem besonderen Fokus auf Organ-on-Chip (OoC)-Technologien. Das Ziel der Veranstaltung war die Zusammenarbeit zwischen Akteuren zu fördern, die sich für Innovation und Industrialisierung im Bereich der Lebenswissenschaften engagieren. Durch die Vernetzung von Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen ermöglichte der Life Science Tech Day einen gezielten wissenschaftlichen Austausch und Wissenstransfer mit Blick auf konkrete Anwendungen.

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung sprach Elena Kromidas im Interview mit InnovationLab unter anderem über die Herausforderungen und Potenziale von human-basierten OoC-Modellen und aktuelle Entwicklungen am 3R-Center Tübingen, wie beispielsweise den Aufbau einer Core Facility für Mikrophysiologische Systeme.

Impuls für den Tag: Keynote zu humanbasierten OoC-Modellen und 3R-Initiativen

Elena Kromidas eröffnete den Tag mit einer Keynote zu fortschrittlichen, humanbasierten OoC-Modellen des MicroOrganoLab. Hierin erläuterte  sie deren Potenzial als Ersatz- und Ergänzungsmethode in der biomedizinischen Forschung mit dem Schwerpunkt auf personalisierter Medizin. Außerdem stellte sie die Mission des 3R-Centers: die Förderung innovativer In-vitro-Ansätze als Ersatz- und Reduktionsmethoden im Sinne des 3R-Prinzips. Ihr Vortrag legte den Grundstein für einen Tag voller dynamischer Diskussionen und interdisziplinärer Einblicke.

Bilder: InnovationLab

Interdisziplinärer Austausch, technologische Einblicke und Zukunftsperspektiven rund um Organ-on-Chip

Im weiteren Verlauf des Programms wurde der interdisziplinäre Austausch vertieft und zentrale Fragen rund um die OoC-Technologie beleuchtetet: Zunächst diskutierten in einer Podiumsdiskussion Vertreterinnen und Vertreter von GSK, faCellitate, Institute for Molecular Systems Engineering and Advanced Materials (IMSEAM) Heidelberg University und Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) über den Technologietransfer, aktuelle Finanzierungsherausforderungen und die Zukunft von OoC-Plattformen. Anschließend präsentierten die fünf Unternehmen Ibidi, Nanoscribe, Holst Center, Genome Biologics und Chiron in kompakten Technologievorträgen ihre neuesten Entwicklungen in den Bereichen Mikrofluidik, 3D-Bioprinting, Biosensorik und personalisierte Wirkstoffentwicklung. Daraut folgten themenspezifischen Diskussionsrunden in welchen sich die Teilnehmenden über zentrale Herausforderungen und Chancen im OoC-Bereich austauschten. Ein besonderes Highlight war die Besichtigung der Biolabs und Reinräume von InnovationLab. Die Gäste erhielten exklusive Einblicke in eine hochmoderne Forschungsinfrastruktur, die ideale Voraussetzungen für translationale Projekte und wissenschaftliche Innovationen schafft. Zum Abschluss präsentierten Start-ups sowie Forschungsteams ihre innovativen Lösungsansätze in kurzen Pitches und sondierten Ansätze für zukünftige Kooperationen.

Bild: InnovationLab

Zentrale Erkenntnisse

  • Die OoC-Technologie ist ein bedeutender Innovationstreiber in der personalisierten Medizin.
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist entscheidend. Veranstaltungen wie diese sind unerlässlich, um gemeinsame Bedarfe zu identifizieren, Konsortien zu bilden und den translationalen Fortschritt zu beschleunigen.
  • Innovation braucht Kultur. Neben der Wissenschaft stand auch die Frage im Raum, wie das Umfeld für Forschung verbessert werden kann, wie beispielsweise durch neue Formate zur Förderung des Austauschs und der Zusammenarbeit, institutionelle Unterstützung und mehr Aufmerksamkeit für das Wohlergehen von Forschenden.

Mit seinem starken Fokus auf Organ-on-Chip, Präzisionstherapien und neue Technologien hat der Life Science Tech Day 2025 Vordenkerinnen und Vordenker aus Wissenschaft und Industrie erfolgreich miteinander vernetzt und damit die Basis für künftige Partnerschaften und wegweisende Durchbrüche in den Lebenswissenschaften gelegt.